Strafverteidiger Sven Schnitzer
Strafverteidigerin Constanze Trautermann

Polizeiliche Vorladung als Beschuldigter wegen des Verdachtes der Geldwäsche

Was können Sie tun, wenn Sie eine Vorladung zur Beschuldigtenvernehmung von einem Polizeipräsidium, beispielsweise Frankfurt - K 232 -, Offenbach - ZK 20 - oder jeder beliebigen anderen bundesdeutschen Polizeidienststelle im Briefkasten vorfinden?

 

Grundsätzlich können Sie hingehen oder der Vernehmung fernbleiben.

Sollten Sie sich fatalerweise dazu entscheiden, hinzugehen, haben Sie wieder zwei Möglichkeiten:

Sie können sich zu dem Verdacht der Geldwäsche äußern - das sehen die Ermittlungsbehörden gerne - oder es sein lassen - was äußerst selten vorkommt, denn wenn man schon da ist, ist der jedem Beschuldigten eigene Drang, die Sache „klarzustellen“ so groß, dass auch der beste Vorsatz, auf keinen Fall etwas zu sagen, das Nachsehen hat.
Meist fällt dem auf eigene Faust aussagenden Beschuldigten während der Vernehmung (früher) oder beim Verlassen des Polizeigebäudes (später) auf, dass er sich zwar mannhaft gegen den Geldwäscheverdacht behauptete, er im Eifer des Gefechts aber übersah, dass er sich durch die eigene Aussage auf vermintes Terrain hinsichtlich irgendwelcher Vortaten zur Geldwäsche (Steuerhinterziehung, Verstoß gegen das Urheberrecht, Markenrecht, Wertpapierhandelsgesetz, Diebstahl, Untreue, Urkundenfälschung, unerlaubtes Glücksspiel usw.) begeben haben könnte.

Nichts anderes ist Sinn und Zweck der Einleitung von Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche. Es geht in den seltensten Fällen tatsächlich um die Geldwäsche als solche, ein Delikt, das jeder von uns tagtäglich mehrfach begeht. Es geht schlichtweg darum, Informationen über jemanden, der in verdächtige Vorgänge verwickelt ist, zu sammeln.

Und deshalb gehen Sie nicht zur Vernehmung, sondern beauftragen einen Strafverteidiger - und zwar nicht irgendeinen, der schon immer auch mal ein Geldwäscheverfahren verteidigen wollte und sich als Anwalt für alles Mögliche unter anderem auch "Strafrecht" auf die Fahne schreibt, sondern einen, der seit 15 Jahren als im Wirtschaftsstrafrecht spezialisierter Fachanwalt für Strafrecht jährlich zwei Dutzend Geldwäscheverfahren verteidigt.

Wenn Sie die Verteidigungskosten sparen wollen und doch alleine hingehen, beauftragen Sie erfahrungsgemäß den Strafverteidiger danach, wenn aufgrund Ihrer eigenen Angaben ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen eines Straftatbestandes aus dem Vortatenkatalog gegen Sie eingeleitet worden ist. Dann ist der Strafrechtsanwalt aber keineswegs billiger. Ganz im Gegenteil.

 

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