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Wenn Sie mit einer Maßnahme der Strafverfolgungsbehörden konfrontiert werden, ist überlegtes Handeln angeraten,
um den damit ohnehin schon entstandenen Schaden für die eigene Person gering zu halten. Erste Hilfe

Arbeitsrecht und Strafrecht – Straftaten am Arbeitsplatz

Wird ein Arbeitnehmer mit dem Vorwurf einer Straftat konfrontiert, die er an seinem Arbeitsplatz begangen haben soll, so hat dies für ihn nicht nur ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren zur Folge, sondern in den allermeisten Fällen auch arbeitsrechtliche Konsequenzen. Der Arbeitnehmer wird zumindest von der Erbringung seiner Arbeitsleistung freigestellt, im weiteren Verlauf der Ermittlungen dann oft gekündigt, sei es nun mittels einer sog. Verdachtskündigung oder aber sogar einer sog. Tatkündigung.

Da hier die strafrechtliche Vertretung mit der arbeitsrechtlichen Beratung und eventuellen Vertretung gegenüber dem Arbeitgeber und eventuell vor dem Arbeitsgericht sehr eng verknüpft ist und die Vorgehensweisen gegenüber den Ermittlungsbehörden und dem Arbeitgeber einer exakten Abstimmung bedürfen, arbeiten wir in diesem Gebiet seit mehreren Jahren mit der auf Kündigungen wegen strafrechtlicher Vorwürfe spezialisierten Rechtsanwältin Silke Herbert, die ebenfalls für unser Haus tätig ist, eng zusammen. So ist eine optimale, aufeinander abgestimmte Vertretung durch Strafrechts- und Arbeitsrechtsspezialisten gewährleistet. Sie als Mandant erhalten daher qualitativ hochwertige Rechtsberatung „aus einem Guss“ und müssen nicht selbst die Kommunikation zwischen Ihrem Strafverteidiger und Ihrem Arbeitsrechtler gestalten.

Besonders problematisch wird es für den Beschuldigten eines Strafverfahrens, wenn ihm gleichzeitig wegen der Tat, aufgrund der das Ermittlungsverfahren eingeleitet worden ist, die Tat- oder Verdachtskündigung ausgesprochen wird. Während er im Strafverfahren das Recht hat, zu schweigen, ohne dass ihm aus diesem Schweigen irgendein Nachteil erwachsen darf oder gar wegen des Schweigens auf seine Tatschuld geschlossen werden darf, so wird er sich im vor dem Arbeitsgericht laufenden Kündigungsschutzverfahren doch aufgrund der zivilrechtlichen Vorschriften der ZPO (Zivilprozessordnung) zu dem Vortrag der Gegenseite – also des Arbeitgebers – äußern müssen, da dieser Vortrag sonst unter Umständen als zugestanden gilt.

Auch hier wird wieder die Notwendigkeit offensichtlich, dass strafrechtliche Verteidigung im Ermittlungsverfahren und arbeitsrechtliche Vertretung im Kündigungsschutzprozess sehr eng aufeinander abgestimmt sein müssen, um nicht in diesem oder in jenem Nachteile zu erleiden. Wir bieten Ihnen in unserem Hause eine professionelle Vertretung aus einer Hand in beiden Verfahren.