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Wenn Sie mit einer Maßnahme der Strafverfolgungsbehörden konfrontiert werden, ist überlegtes Handeln angeraten,
um den damit ohnehin schon entstandenen Schaden für die eigene Person gering zu halten. Erste Hilfe

Körperverletzung

Die vorsätzliche körperliche Misshandlung oder Gesundheitsschädigung einer anderen Person wird von den Ermittlungsbehörden konsequent verfolgt. Oftmals gehen die Ermittlungsbehörden dabei allerdings nach der These vor, derjenige, der zuerst Anzeige erstattet bzw. Strafantrag gestellt hat oder derjenige, der die größten Blessuren davongetragen hat, sei der zu Unrecht Verletzte.

Dabei gerät allerdings nicht selten außer Betracht, dass der Gesetzgeber aus gutem Grund in gewissen Fällen die Verletzung eines anderen als nicht strafwürdig angesehen hat: Dies nämlich dann, wenn der Körperverletzung ein Angriff des schließlich Verletzten vorausgeht, der sich entweder gegen den Verletzer selbst oder eine dritte Person gerichtet hat; das sind die Fälle der sog. Notwehr oder Nothilfe.

Da in den allermeisten Fällen, in denen eine Körperverletzung angeklagt worden ist, auch Tätigkeiten dessen vorausgegangen sind, der sich im Nachhinein als Opfer darstellt – meist, weil er bei der körperlichen Auseinandersetzung wegen einer Fehleinschätzung seiner Kräfte den Kürzeren gezogen hat – hat der mit der Verteidigung beauftragte Anwalt das Vorverhalten sämtlicher Beteiligten unter die Lupe zu nehmen und hinsichtlich sog. rechtfertigender Umstände – wie z.B. Notwehr, Nothilfe, entschuldigendem Notstand u.a. – im Sinne seines Mandanten zu überprüfen.

 
Martin Barduhn
Rechtsanwalt